Warum es oft besser ist eine alte Immobilie zu kaufen – als neu zu bauen

28. Januar 2016 | ATIS Administrator

row-houses-196105_640Häuslebauer bekommen ihr eigenes, neues Heim idealerweise exakt so, wie sie es geplant haben. Doch meistens gelingt das nur selten hundertprozentig. Verfügbare Immobilien bieten dem klassischen Neubaumodell gegenüber viele Vorteile und geringere Risiken. Wir zeigen die Vorteile beim Kauf eines Altbaus.

Jedes Jahr werden in Deutschland knapp drei Millionen Neuwagen und sieben Millionen Gebrauchte gekauft – wer das Geld dazu hat, greift lieber zum neuen Vehikel. Daher geben die Bundesbürger im Schnitt 15 Milliarden Euro mehr als für Gebrauchte aus. Der Vorteil: Ein Neuer ist auf dem aktuellen Stand der Technik, bietet die höchste Sicherheit und den höchsten Umweltschutz. Zudem ist der Käufer mit der Garantie auf der sicheren Seite, falls doch einmal etwas mit der Technik sein sollte. Im Schnitt ist ein Neuer gut dreimal so teuer wie ein durchschnittlicher Gebrauchter.

Beim Hauskauf sieht die Lage anders aus: Obwohl der Kauf eines Eigenheims eine erheblich größere Investition darstellt als ein Autokauf, sind Neubauten vergleichsweise weniger beliebt. Und das, obwohl die Preisdifferenz zwischen alt und neu im Schnitt geringer als beim Autovergleich ausfällt. Im Bundesdurchschnitt kostet ein neues Einfamilienhaus 230.000 Euro – eine gebrauchte Immobilie 148.000 Euro: Demnach ist ein Neubau im Schnitt 55 Prozent teurer.

Neubau: Hohe Kosten, unkalkulierbare Risiken

Ein Neubau birgt tendenziell höhere Risiken als der Kauf einer bestehenden Immobilie. Darüber hinaus ist Bauen aufgrund gestiegener Baukosten und Grundstückspreise (trotz niedriger Bauzinsen) deutlich teurer. Auch die Tatsache, dass ein Neubau sehr viel schwerer zu kalkulieren ist, mehr Zeit und Nerven kostet und höhere Baunebenkosten verursacht, spricht für den Erwerb einer gebrauchten Immobilie.

Standortvorteil Altbau

Deutschlands Städte wachsen seit Jahrzehnten – zentrumsnaher Neubau ist rar und findet nur noch in Baulücken statt. Daher ist das Angebot entsprechend gering – und teuer. Neubaugebiete werden vorallem am Stadtrand oder in den Vororten erschlossen. Wer also näher ans Zentrum möchte, der muss sich zwangsläufig bei Altbauen umsehen – auch wenn der Preisunterschied in gefragten Lagen minimal ist. In guten Lagen können Altbauten so kostspielig wie Neubauten sein.

Wer sich für eine gebrauchte Immobilie entscheidet, sollte sich auf eine Besichtigung gut vorbereiten. Hier einige Tipps für die Hausbesichtigung:

9 Tipps für die Hausbesichtigung

Umfeldbesichtigung: Wie sieht es in der Nachbarschaft aus? Ein gutes Tool, um sich vorab über das Umfeld zu informieren ist die Satellitenansicht von Google Maps. Vorort lassen Sie die Eindrücke auf sich wirken – verweilen Sie ruhig ein paar Minuten und sehen Sie sich mit offenen Augen – und Ohren (!) um.

Der ideale Termin: Eine gebrauchte Immobilie unbedingt bei hellem Tageslicht besichtigen. Nur so lassen sich Mängel entdecken sowie die Lichtverhältnisse im Raum beurteilen. Auch bietet ein Termin am Tage die Gelegenheit, Verkehrslärm, Parksituation, Umwelteinflüsse etc. besser zu realisieren.

Viel Zeit einplanen: Planen Sie genügend Zeit vor Ort ein – Lassen Sie sich jeden Raum zeigen und schauen Sie auf Details wie Heizkörper, Decken, Böden, Beschläge etc. Drehen Sie danach ruhig noch eine zweite Runde durchs Haus.

Vier Augen sehen mehr als zwei: Planen Sie die Begehung mindestens mit einer zweiten Person – ihrem Partner oder einem Bekannten.

Es werde Licht: Auch lohnt es sich, eine lichtstarke Lampe für dunkle Räume (Keller, Garage, Dachboden) mitzunehmen.

Gedächtnisstütze: Nehmen Sie eine Kamera mit – oder nutzen Sie Ihr Smartphone, um möglichst viele Eindrücke für später zu sammeln. Häufig fallen Ungereimtheiten oder störende Details erst später beim ruhigen Nachsehen der Fotos auf.

Blick auf die Technik:  Schauen Sie sich in Ruhe die Heizungsanlage sowie den Stromverteiler und die Hauswasseranschlüsse an. In welchem Zustand sind sie – wann wurden Erneuerungen / Sanierungen durchgeführt?

Zweite Runde mit einem Sachverständigen: Kommt die Immobilie für Sie in Frage, dann planen Sie eine zweite Begehung mit einem Bausachverständigen ein. Das Geld ist gut angelegt!

Weitere nützliche Materialien: Energieausweis des Objekts, Grundriss der Immobilie, Ihren Fragenkatalog, Ihre Kritererienliste.

Ein guter Immobilienmakler gibt Ihnen Zeit für Ihre Besichtigung – und liefert Ihnen ungefragt alle wichtigen Dokumente. Wenn Sie eine gebrauchte Immobilie suchen oder Fragen zu dem Thema haben – Rufen Sie uns an. Wir sind stets für Sie erreichbar.

Kategorie:  Immobilienmarkt
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